@thisisalexcooper

Hochzeitsfotograf buchen: Wann und worauf achten?

Die meisten Paare buchen zu spät und vergleichen die falschen Dinge. Hier steht, wann der richtige Zeitpunkt ist, welche Kriterien wirklich zählen und welche Fragen ihr jedem Fotografen stellen solltet — mir eingeschlossen.

Wann ihr buchen solltet

Ein Jahr im Voraus ist ein guter Richtwert. Gerade für Sommersamstage bekomme ich mehrere Anfragen für denselben Termin, und vergeben ist vergeben — anders als beim Catering lässt sich ein Fotograf nicht aufstocken.

Das heißt nicht, dass kurzfristig nichts geht. Wenn euer Termin in vier Monaten liegt, fragt trotzdem an. Es heißt nur: Je früher ihr anfragt, desto eher bekommt ihr die Person, die ihr wirklich wollt, statt der, die noch frei ist.

Was vorher feststehen sollte

Datum und ungefährer Ort reichen. Alles andere — Ablauf, Uhrzeiten, Locationdetails — klären wir später gemeinsam. Wartet nicht, bis die Planung steht; dann sind die guten Termine weg.

Woran ihr einen passenden Fotografen erkennt

Vollständige Hochzeiten, nicht nur Höhepunkte

Jeder kann fünf gute Bilder zeigen. Lasst euch eine komplette Hochzeit zeigen, von morgens bis abends. Erst dann seht ihr, ob jemand auch die unspektakulären Stunden trägt — und genau die sind der Großteil des Tages.

Ein Stil, der zu euch passt

Dokumentarisch, klassisch, stark bearbeitet — keines davon ist besser. Wichtig ist, dass ihr die Bilder in zwanzig Jahren noch mögt. Modische Bearbeitung altert schnell; das sieht man an Hochzeitsbildern aus den frühen Zweitausendern ziemlich deutlich.

Die Person, nicht nur das Portfolio

Diese Person ist an einem der wichtigsten Tage eures Lebens acht Stunden oder länger neben euch. Wenn ihr euch im Gespräch unwohl fühlt, wird das auf den Bildern zu sehen sein. Das ist der am meisten unterschätzte Faktor überhaupt.

Sechs Fragen, die ihr stellen solltet

Diese Fragen sind unbequem, und ein guter Fotograf beantwortet sie trotzdem ohne Zögern. Stellt sie auch mir.

  1. Was passiert, wenn ihr krank werdet? Gibt es ein Netzwerk, eine Vertretung, eine vertragliche Regelung?
  2. Wie viele Bilder bekommen wir, und sind alle bearbeitet? Eine Zahl, keine Formulierung wie „eine großzügige Auswahl".
  3. Wann genau liefert ihr? Und was passiert, wenn diese Frist überschritten wird?
  4. Was dürfen wir mit den Bildern machen? Fotobuch, Dankeskarten, Social Media, Weitergabe an Gäste.
  5. Dürft ihr unsere Bilder veröffentlichen? Und können wir das ablehnen, ohne dass es teurer wird?
  6. Arbeitet ihr mit zwei Kameras? Technik fällt aus. Wer nur ein Gehäuse dabeihat, hat kein Netz.

Zwei Warnzeichen

Niemand will euch kennenlernen. Wenn ein Angebot ohne Gespräch kommt, ist es ein Produkt, keine Begleitung. Für manche Paare reicht das — wenn ihr aber unaufdringliche Bilder wollt, muss die Person vorher wissen, wer ihr seid.

Alles ist verhandelbar. Wer beim ersten Zögern sofort den Preis senkt, hat ihn vorher willkürlich gesetzt. Das sagt wenig über die Arbeit und viel über die Auslastung.

Wie es bei mir abläuft

Ihr schreibt mir über das Kontaktformular die Eckdaten. Ich melde mich innerhalb von 48 Stunden. Dann sprechen wir — kostenlos und unverbindlich — über euren Tag, eure Menschen und darüber, was euch wirklich wichtig ist.

Danach wisst ihr, ob es zwischen uns passt, und ich weiß, worauf ich achten muss. Wenn wir nicht zusammenpassen, sage ich das auch. Das ist für uns beide günstiger als ein Tag, an dem es nicht stimmt.